Kühlmittel Füllstand Sensor BMW E63 E64 wechseln
Meldet der Bordcomputer Kühlmittelmangel, obwohl der Stand stimmt, ist häufig der Füllstandsensor am Ausgleichsbehälter defekt. Der Wechsel ist überschaubar, verlangt aber einen kalten Motor und saubere Arbeit am Kühlsystem. Diese Anleitung beschreibt den allgemeinen Ablauf beim E63/E64.
Diese Anleitung wurde automatisch mit KI erstellt und nicht von uns fachlich geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind der Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug und im Zweifel eine Fachwerkstatt. Fragen zum Teil beantworten wir gern: 0163 3439264.
- Steckschlüsselsatz
- Torx-Satz
- Schraubendreher
- Zangensatz für Schlauchklemmen
- Auffangwanne
- Trichter für Kühlmittel
- Schutzbrille
- Schutzhandschuhe
- Werkstattlappen
- Diagnosegerät zum Fehlerspeicher löschen
Der Füllstandsensor sitzt am Kühlmittel-Ausgleichsbehälter und meldet dem Bordnetz, wenn der Pegel unter einen bestimmten Wert fällt. Fällt der Sensor aus oder verschmutzt er, kommt es zu Fehlmeldungen im Kombiinstrument. Bevor Sie den Sensor tauschen, prüfen Sie den tatsächlichen Kühlmittelstand und suchen Sie nach Undichtigkeiten. Ein realer Kühlmittelverlust ist die häufigere Ursache als ein defekter Geber.
Vor der Arbeit
Arbeiten Sie ausschließlich am kalten Motor. Das Kühlsystem steht im Betrieb unter Druck; heißes Kühlmittel führt beim Öffnen zu schweren Verbrühungen. Öffnen Sie den Verschluss am Ausgleichsbehälter erst, wenn der Motor vollständig abgekühlt ist, und dann langsam, um den Restdruck abzubauen. Schutzbrille und Handschuhe sind sinnvoll, Kühlmittel reizt Haut und Augen.
Fangen Sie austretendes Kühlmittel in einer Wanne auf und entsorgen Sie es als Sondermüll. Es gehört nicht in den Ausguss. Halten Sie ausreichend passendes Kühlmittel und destilliertes Wasser bereit. Die vorgeschriebene Kühlmittelsorte, das Mischungsverhältnis und die Füllmenge schlagen Sie im Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug nach.
Zugang schaffen
Je nach Motorisierung und Baujahr liegt der Ausgleichsbehälter unterschiedlich frei. Meist müssen Abdeckungen im Motorraum und gegebenenfalls Teile der Luftführung entfernt werden. Die Befestigungen sind je nach Ausführung Schrauben, Clipse oder Kunststoffnieten. Merken Sie sich die Lage jeder Verbindung, am einfachsten mit Fotos vor dem Zerlegen.
Sensor ausbauen
- Batterie abklemmen oder zumindest den Zündschlüssel abziehen, bevor Sie den Stecker lösen. Beachten Sie, dass beim Abklemmen der Batterie Einstellungen verloren gehen können.
- Steckverbindung am Sensor entriegeln und abziehen. Die Verriegelung ist oft spröde – ohne Gewalt arbeiten.
- Kühlmittelstand so weit absenken, dass er unter der Einbaulage des Sensors liegt. Je nach Ausführung geschieht das über eine Ablassmöglichkeit am Kühler oder durch Absaugen aus dem Behälter.
- Den Sensor lösen. Je nach Ausführung ist er gesteckt und mit einem Clip, einer Verdrehsicherung oder einer Überwurf-Lösung gesichert. Sehen Sie sich das verbaute Teil genau an, bevor Sie drücken oder drehen.
- Bei schlechter Zugänglichkeit kann es einfacher sein, den kompletten Ausgleichsbehälter auszubauen. Dabei laufen Restmengen Kühlmittel aus.
Einbau
Dichtring beziehungsweise Dichtung immer erneuern, wenn das Teil dafür vorgesehen ist. Trockene Dichtungen nicht mit Fett, sondern allenfalls mit etwas Kühlmittel benetzen. Sensor sauber einsetzen, bis die Sicherung hörbar einrastet, und Stecker wieder verriegeln. Achten Sie darauf, dass der Behälter selbst keine Risse an den Aufnahmen hat – gealtertes Material bricht beim Montieren gern.
Verschraubungen am Ausgleichsbehälter und an Halterungen nur mit dem im Reparaturleitfaden angegebenen Drehmoment anziehen. Kunststoffgewinde reißen schnell aus.
Befüllen und Entlüften
Kühlmittel nach Vorgabe mischen und langsam einfüllen. Anschließend das System entlüften. Der Ablauf unterscheidet sich je nach Motor und Ausstattung; teilweise ist eine elektrische Zusatzwasserpumpe über das Diagnosegerät anzusteuern. Halten Sie sich an die Vorgabe für Ihr Fahrzeug. Luft im System führt zu Überhitzung und im schlimmsten Fall zum Motorschaden.
Danach Motor starten, Temperatur beobachten und auf Dichtheit prüfen. Den Kühlmittelstand nach einer Warmfahrt und erneutem Abkühlen nochmals kontrollieren und gegebenenfalls nachfüllen.
Abschluss
Den Fehlerspeicher mit einem Diagnosegerät auslesen und löschen. Bleibt die Meldung bestehen, liegt die Ursache an anderer Stelle – etwa an der Leitung, am Stecker oder am Kombiinstrument. Ein Anlernen des Sensors ist üblicherweise nicht erforderlich, kann je nach Fahrzeugstand aber abweichen.
Hinweis: Wenn Sie beim Ausbau in die Nähe von Bremsleitungen, Lenkung oder Fahrwerksteilen kommen oder dort etwas gelöst werden muss, lassen Sie diese Arbeiten in einer Werkstatt ausführen. Fehler an diesen Bauteilen führen zum Ausfall von Bremse oder Lenkung.
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