Kraftstoffpumpe und Tankgeber BMW E36 E46 tauschen
Die Fördereinheit sitzt beim E36 und E46 im Tank und ist über den Boden hinter der Rücksitzbank zugänglich. Der Ausbau ist mit normalem Werkzeug machbar, erfordert aber Sorgfalt: Es wird immer Kraftstoff austreten. Lage und Anzahl der Deckel weichen je nach Baureihe, Motor und Baujahr ab.
Diese Anleitung wurde automatisch mit KI erstellt und nicht von uns fachlich geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind der Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug und im Zweifel eine Fachwerkstatt. Fragen zum Teil beantworten wir gern: 0163 3439264.
- Steckschlüsselsatz mit Ratsche
- Verlängerung
- Ring- und Maulschlüssel
- Schraubendreher Kreuz und Schlitz
- Torx-Satz
- Drehmomentschlüssel
- Kunststoff- oder Messingdorn
- Gummihammer
- Zange für Schlauchklemmen
- Auffangwanne
- Saubere Lappen
- Taschenlampe
- Nitrilhandschuhe
- Schutzbrille
- Feuerlöscher
Vorbereitung und Sicherheit
Arbeiten am Kraftstoffsystem bedeuten austretendes Benzin und Benzindampf. Arbeiten Sie im Freien oder in einem gut belüfteten Raum. Kein offenes Feuer, nicht rauchen, keine Arbeitsleuchte mit heißer Glühbirne. Halten Sie einen Feuerlöscher in Reichweite. Tragen Sie Handschuhe und Schutzbrille. Fahren Sie den Tank vorher möglichst leer – ein voller Tank macht die Arbeit unnötig schwer und schmutzig.
Bauen Sie das System drucklos, bevor Sie eine Leitung öffnen. Übliches Vorgehen: Sicherung oder Relais der Kraftstoffpumpe entnehmen, Motor laufen lassen, bis er von selbst ausgeht, anschließend Zündung aus. Welche Sicherung oder welches Relais zuständig ist, entnehmen Sie der Fahrzeugdokumentation. Danach die Batterie abklemmen, zuerst Minus. Restdruck kann trotzdem noch vorhanden sein – Leitungen immer mit Lappen und Auffangwanne öffnen.
Zugang freilegen
Die Fördereinheit sitzt im Tank und wird von oben über eine Öffnung im Fahrzeugboden erreicht. Nehmen Sie dazu die Rücksitzbank heraus. Die Befestigung der Bank unterscheidet sich je nach Modell und Ausstattung; teils wird sie vorne angehoben und ausgehakt, teils sind Schrauben vorhanden.
Unter dem Teppich oder unter einer Dämmmatte liegt ein Blech- oder Kunststoffdeckel. Diesen abnehmen. Je nach Fahrzeug finden Sie eine oder zwei Öffnungen: eine mit der Pumpe samt Geber, eine zweite mit einem separaten Tankgeber oder einer Saugstrahlpumpe. Prüfen Sie, welche Seite Sie tatsächlich benötigen, bevor Sie etwas öffnen.
Reinigen Sie den Bereich um den Flansch gründlich, bevor Sie ihn löst. Sand und Staub dürfen nicht in den Tank fallen.
Ausbau
- Stecker abziehen. Die Verriegelung nicht mit Gewalt aufbrechen, sie wird oft spröde.
- Kraftstoffleitungen kennzeichnen und lösen. Je nach Baujahr sind Schnellkupplungen, Schlauchschellen oder Überwurfmuttern verbaut.
- Den Kunststoff-Verschlussring löst man durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn. Ohne Spezialwerkzeug geht das mit Kunststoff- oder Messingdorn und vorsichtigen Schlägen. Kein Stahlwerkzeug und keinen Schraubendreher verwenden – Funkenschlag und Bruchgefahr.
- Einheit langsam herausziehen. Der Schwimmerarm des Gebers und der untere Korb verhaken sich leicht. Nicht verbiegen, nicht ruckeln, sondern drehen und ausrichten.
- Restbenzin in der Einheit abtropfen lassen und auffangen.
Einbau
Vergleichen Sie Alt- und Neuteil vor dem Einbau: Bauform des Flansches, Lage der Anschlüsse, Anzahl der Kontakte, Länge des Topfes. Innerhalb der Baureihen gibt es mehrere Varianten, je nach Motor und Baujahr.
Den Dichtring grundsätzlich erneuern oder, wenn er wiederverwendet wird, auf Risse und Verformung prüfen. Dichtfläche sauber wischen. Einheit in gleicher Ausrichtung einsetzen – am Flansch und am Tank sind meist Markierungen oder Nasen vorhanden, die zueinander passen müssen. Den Verschlussring gleichmäßig anziehen. Das Anzugsdrehmoment ist im Reparaturleitfaden nachzuschlagen; zu festes Anziehen reißt den Kunststoff.
Leitungen aufstecken, bis die Kupplungen hörbar einrasten, und auf festen Sitz prüfen. Stecker verriegeln. Sicherung oder Relais wieder einsetzen, Batterie anschließen.
Kontrolle
Zündung einschalten, ohne zu starten, damit die Pumpe fördert und Druck aufbaut. Diesen Vorgang mehrfach wiederholen. Danach mit Taschenlampe am Flansch und an allen Verbindungen auf Feuchtigkeit prüfen. Erst wenn alles trocken bleibt, Motor starten und erneut kontrollieren. Achten Sie auch auf Benzingeruch im Innenraum.
Prüfen Sie die Anzeige der Tankfüllung nach dem Tanken. Ein neu verbauter Geber kann anders anzeigen als der alte; bei Fahrzeugen mit zwei Gebern hängt der Wert von beiden Einheiten ab. Deckel und Dämmung wieder sauber auflegen, damit von unten kein Wasser eindringt, und die Rücksitzbank vollständig einrasten lassen.
Altbenzin und verschmutzte Lappen gehören in die Sondermüllannahme, nicht in den Hausmüll.
Wann besser die Werkstatt
Wenn der Verschlussring festsitzt, der Tank beschädigt ist oder Sie den Druckabbau nicht sicher durchführen können, lassen Sie die Arbeit machen. Bei Dieselfahrzeugen und bei Modellen mit abweichendem Tankaufbau unterscheidet sich das Vorgehen deutlich von der hier beschriebenen Grundabfolge.
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