Endschalldämpfer wechseln BMW Z3 und Z4
Der Endschalldämpfer ist meist das erste Bauteil der Abgasanlage, das durchrostet. Je nach Modell und Baujahr sitzt er gesteckt in einer Rohrverbindung mit Schelle oder ist über einen Flansch verschraubt. Beide Varianten lassen sich mit normalem Werkzeug lösen, wenn genug Zeit für das Freigängigmachen eingeplant wird.
Diese Anleitung wurde automatisch mit KI erstellt und nicht von uns fachlich geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind der Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug und im Zweifel eine Fachwerkstatt. Fragen zum Teil beantworten wir gern: 0163 3439264.
- Wagenheber
- Unterstellböcke oder Hebebühne
- Knarre mit Verlängerung
- Ringschlüsselsatz
- Nusskasten
- Rostlöser
- Drahtbürste
- Gummiband oder Draht zum Abstützen
- Montagehebel
- Drehmomentschlüssel
- Schutzbrille
- Arbeitshandschuhe
- Auffangbehälter oder Unterlage
- Trennwerkzeug für festsitzende Verbindungen (falls nötig)
Vorbereitung
Arbeiten Sie nur an einer vollständig abgekühlten Abgasanlage. Katalysator und Rohre halten die Hitze lange und verursachen schwere Verbrennungen. Stellen Sie das Fahrzeug auf ebenem, festem Untergrund ab, sichern Sie es gegen Wegrollen und heben Sie es an. Verwenden Sie Unterstellböcke an den vorgesehenen Aufnahmepunkten oder eine Hebebühne. Nur der Wagenheber allein reicht nicht aus.
Sprühen Sie alle Schrauben, Muttern und Schellen der Verbindung frühzeitig mit Rostlöser ein, am besten bereits einige Stunden vorher. Das spart später Arbeit und verhindert abgerissene Schrauben. Bürsten Sie groben Rost vorher ab, damit das Mittel überhaupt an das Gewinde kommt.
Welche Verbindung liegt vor
Bei BMW Z3 und Z4 kommen beide Bauarten vor. Welche in Ihrem Fahrzeug verbaut ist, hängt von Motor, Baujahr und eventuellen Vorreparaturen ab. Sehen Sie sich die Verbindung vor dem Endtopf an, bevor Sie Werkzeug ansetzen:
- Gesteckte Verbindung: Das Rohr des Mittel- oder Vorschalldämpfers steckt im Rohr des Endschalldämpfers, gesichert durch eine Klemmschelle oder eine Doppelschelle.
- Verschraubte Verbindung: Zwei Rohrenden liegen über Flansche aneinander, dazwischen eine Dichtung oder ein Dichtring, verschraubt mit zwei Schrauben, häufig mit Federn oder Hülsen.
Manche Fahrzeuge haben eine mehrteilige Anlage, bei der Mittel- und Endschalldämpfer eine Einheit bilden. Dann entfällt die Trennstelle und die gesamte hintere Baugruppe muss heraus.
Ausbau
Stützen Sie den Endschalldämpfer ab, bevor Sie die letzte Verbindung lösen. Er ist schwerer, als er aussieht, und fällt sonst herunter. Ein Gummiband, ein Draht oder ein zweites Paar Hände genügen.
Lösen Sie zuerst die Gummilager an den Haltern. Sprühen Sie die Gummis mit etwas Gleitmittel ein und hebeln Sie sie vorsichtig mit einem Montagehebel ab. Alte, rissige Gummilager sollten Sie bei dieser Gelegenheit ersetzen; sie sind die häufigste Ursache für später auftretende Anschlaggeräusche.
Bei der gesteckten Verbindung lösen Sie die Schellenmutter und weiten die Schelle leicht auf. Danach ziehen Sie den Topf mit drehenden Bewegungen vom Rohr. Sitzt er fest, hilft leichtes Klopfen mit einem Kunststoffhammer rund um das Rohrende. Rohe Gewalt verbiegt das Rohr und macht den Einbau des neuen Teils schwierig.
Bei der verschraubten Verbindung lösen Sie die Schrauben wechselseitig. Drehen Sie langsam und geben Sie bei Widerstand nochmals Rostlöser dazu. Reißt eine Schraube ab, muss der Rest ausgebohrt oder das Flanschstück ersetzt werden. Planen Sie diesen Fall vorsorglich ein.
Einbau
Reinigen Sie die Dichtflächen und das Steckrohr mit der Drahtbürste. Bei der Flanschverbindung gehört grundsätzlich eine neue Dichtung dazu, ebenso neue Schrauben und Federn, wenn die alten korrodiert sind. Bei der Steckverbindung ist eine neue Schelle sinnvoll, da gebrauchte Schellen sich beim Nachziehen oft verformen.
Hängen Sie den Endschalldämpfer zunächst locker in die Gummilager ein und setzen Sie die Verbindung nur handfest zusammen. Richten Sie die Anlage dann so aus, dass die Endrohre mittig und mit gleichmäßigem Abstand in der Heckschürze stehen und nirgends Bauteile berühren. Erst danach ziehen Sie alle Verbindungen fest.
Die Anzugsdrehmomente für Schellen und Flanschschrauben entnehmen Sie dem Reparaturleitfaden für Ihr Modell. Zu fest angezogene Schellen quetschen das Rohr, zu lose angezogene führen zu Undichtigkeit.
Abschluss und Kontrolle
Lassen Sie den Motor im Stand laufen und hören Sie an allen Verbindungen auf Zischen. Danach eine kurze Probefahrt mit Lastwechseln, anschließend nochmals die Verbindungen und den Abstand zur Karosserie prüfen. Warme Anlagen dehnen sich; ein Bauteil, das kalt frei stand, kann warm anliegen.
Prüfen Sie außerdem, ob eine Lambdasonde oder ein Sensor am ausgebauten Teil sitzt. Ob und wo das der Fall ist, hängt vom Motor ab. Kabel und Stecker vor dem Ausbau lösen und beim Einbau wieder korrekt verlegen, damit sie keine heißen Flächen berühren.
Gebrauchte Auspuffteile sollten Sie vor dem Einbau innen und außen auf Rost, Risse und lose Dämmwolle prüfen. Ein Teil, das beim Klopfen klappert oder rieselt, ist innen bereits beschädigt.
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