BMW Z4 E85 nasser Fußraum: Wasserabläufe prüfen
Ein nasser Fußraum im Z4 E85 kommt fast immer von verstopften oder gebrochenen Wasserabläufen – am Windlauf, an der A-Säule oder an den Ablauftrichtern im Verdeckkasten. Diese Anleitung zeigt, wie Sie die Abläufe systematisch prüfen und einen defekten Trichter tauschen.
Diese Anleitung wurde automatisch mit KI erstellt und nicht von uns fachlich geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind der Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug und im Zweifel eine Fachwerkstatt. Fragen zum Teil beantworten wir gern: 0163 3439264.
- Torx-Satz
- Innensechskant-Satz
- Kreuzschlitz-Schraubendreher
- Kunststoff-Demontagekeile
- Taschenlampe
- Gießkanne oder Wasserschlauch mit geringem Druck
- Ausblaspistole mit Druckluft
- Nasssauger
- weiches Federband oder Rohrreinigungsspirale
- saubere Lappen
- Drehmomentschlüssel (Werte im Reparaturleitfaden nachschlagen)
Woher das Wasser kommt
Der Z4 E85 ist konstruktiv darauf ausgelegt, dass Wasser ins Fahrzeug läuft. Es soll nur wieder abgeführt werden. Regenwasser sammelt sich im Windlauf unter der Frontscheibe, in den Verdeckkastenecken und in den Rinnen hinter den Türdichtungen. Von dort läuft es über Trichter und Schläuche nach unten ab.
Setzt sich einer dieser Wege zu, läuft das Wasser über und sucht sich den nächsten Weg – meistens in den Fußraum oder unter den Sitz. Typische Ursachen:
- Laub, Nadeln und Schmutz im Windlauf oder in den Ablauftöpfen
- gebrochene oder abgerutschte Ablauftrichter im Verdeckkasten, besonders im Bereich der Verdeck-Hauptlager
- poröse oder abgezogene Ablaufschläuche
- verhärtete Türdichtungen, die das Wasser nicht mehr in die Rinne leiten
- falsch verlegte oder beschädigte Verdeckdichtungen
Wichtig: Nasser Fußraum ist nicht automatisch ein Dichtungsproblem. Bevor Sie über eine neue Verdeckdichtung nachdenken, prüfen Sie die Abläufe.
Erste Eingrenzung: Wo ist es nass?
Fahren Sie das Auto trocken, saugen Sie den Teppich mit dem Nasssauger ab und arbeiten Sie sich dann von außen mit Wasser vor. Nicht mit dem Hochdruckreiniger – damit erzeugen Sie Undichtigkeiten, die im Regen nie auftreten würden.
- Zuerst nur den Windlauf unter der Frontscheibe wässern. Bleibt es im vorderen Fußraum trocken?
- Dann die A-Säulen und den Bereich der Türoberkante wässern.
- Danach die Verdeckkastenecken hinter den Sitzen langsam mit Wasser füllen und beobachten, ob es abläuft.
Notieren Sie, bei welchem Schritt Wasser ankommt. Das spart später viel Zerlegearbeit.
Abläufe am Windlauf und an der A-Säule prüfen
Die Blenden am Windlauf lassen sich abnehmen, um an die Ablauföffnungen und den Wasserablauf der Frontscheibe zu kommen. Je nach Baujahr und Ausstattung sind die Blenden geschraubt, geklipst oder beides – prüfen Sie vor dem Ziehen mit der Taschenlampe, wo Befestigungen sitzen. Kunststoffclips im Alter werden spröde. Rechnen Sie damit, dass Clips brechen, und legen Sie Ersatz bereit.
Vorgehen:
- Wischerarme und Abdeckungen entfernen, soweit für den Zugang nötig. Position der Wischerarme vorher markieren.
- Blende abnehmen, Laub und Schlamm mechanisch entfernen, nicht in den Ablauf schieben.
- Ablauföffnung mit wenig Wasser prüfen. Läuft es nicht sofort ab, ist der Schlauch zu.
- Verstopfungen vorsichtig mit weichem Federband lösen, dann von oben nachspülen. Kein starrer Draht – damit stechen Sie den Schlauch durch.
- Den Wasserablauf an der A-Säule auf Risse und Brüche prüfen. Das Teil ist ein Kunststoff-Formteil und altert. Ist es gebrochen, hilft keine Reinigung, es muss getauscht werden.
Beim Zusammenbau alle Dichtlippen sauber anlegen. Schraubenanzugsmomente im Reparaturleitfaden nachschlagen; Kunststoffteile reißen bei zu viel Drehmoment aus.
Verdeckkasten und Ablauftrichter
Hinter den Sitzen, im Bereich der Verdeck-Hauptlager, sitzen Trichter, die das Wasser aus den Verdeckkastenecken nach unten führen. Diese Trichter sind eine häufige Fehlerquelle: Sie brechen an den Befestigungspunkten, verrutschen oder der angeschlossene Schlauch löst sich. Dann läuft das Wasser innen an der Karosserie hinunter und kommt unter der Sitzschiene oder im hinteren Fußraumbereich heraus.
Für den Zugang müssen die Seitenverkleidungen hinten und die Blenden an der B-Säule ab. Hier gilt:
Sicherheitshinweis Gurtstraffer
Im Bereich der B-Säule und der hinteren Seitenverkleidung liegen Gurtstraffer und deren Steckverbindungen. Das sind pyrotechnische Bauteile. Werden sie unkontrolliert ausgelöst, kann das schwere Verletzungen an Hand, Gesicht und Augen verursachen. Diese Arbeit gehört in eine Werkstatt.
Wenn dennoch in diesem Bereich gearbeitet wird, gilt ohne Ausnahme:
- Zündung aus, Schlüssel abziehen.
- Batterie abklemmen, Minuspol zuerst.
- Die im Reparaturleitfaden vorgeschriebene Wartezeit einhalten, bevor Sie an Verkleidungen oder Steckern arbeiten. Erst danach ist das System entladen.
- Keine Stecker von Gurtstraffern oder Airbags trennen oder verbinden, solange Spannung anliegen kann.
- Gurtstraffer nie am Kabel tragen, nicht werfen, nicht mit Messgeräten prüfen.
Nach dem Anklemmen der Batterie erlischt eine Airbag-Warnleuchte nicht immer von selbst. Fehlerspeicher auslesen und löschen lassen. Solange die Leuchte an ist, ist die Funktion des Rückhaltesystems nicht gesichert.
Trichter tauschen
Ist die Verkleidung ab und der Bereich zugänglich, gehen Sie so vor:
- Bereich fotografieren und den Verlauf des Ablaufschlauchs festhalten, bevor Sie etwas lösen.
- Schlauch vorsichtig vom Trichter abziehen. Alter Kunststoff bricht, wenn Sie hebeln.
- Befestigung des Trichters lösen. Ob geschraubt oder geklipst, hängt von Baujahr und Version ab – vor dem Ziehen ansehen.
- Trichter entnehmen. Die Auflagefläche an der Karosserie reinigen und trocknen. Kontrollieren, ob die Ablauföffnung darunter frei ist.
- Den Ablaufschlauch von oben mit wenig Wasser prüfen und, falls nötig, mit Druckluft freiblasen. Der Austritt liegt unter dem Fahrzeug; kontrollieren Sie, dass dort auch Wasser herauskommt.
- Gebrauchtteil vor dem Einbau gegen das alte Teil legen und auf Risse prüfen. Ob die Nummer für Ihr Fahrzeug passt, prüfen Sie über die Teilenummer am ausgebauten Teil oder über den Teilekatalog zu Ihrer Fahrgestellnummer.
- Neuen Trichter einsetzen, Schlauch sauber und ohne Knick aufstecken und sichern.
- Funktion prüfen: Wasser in die Verdeckkastenecke geben und unter dem Auto kontrollieren, ob es dort austritt.
Erst wenn der Ablauf sauber funktioniert, Verkleidung wieder montieren.
Fußraum trocknen
Feuchtigkeit unter dem Teppich trocknet von allein praktisch nicht. Die Dämmmatte darunter saugt sich voll und hält das Wasser an der Karosserie. Das führt zu Korrosion, Geruch und Störungen an Steuergeräten und Steckverbindungen im Fußraum.
- Teppich anheben, Dämmung herausnehmen und separat trocknen.
- Bodenblech absaugen, mit Lappen nachtrocknen, Luft zirkulieren lassen.
- Steckverbindungen im nassen Bereich öffnen, kontrollieren und trocknen.
- Auf Rostansätze am Bodenblech achten und diese behandeln, bevor Sie alles zurückbauen.
Für das Herausnehmen des Teppichs müssen in der Regel die Sitze heraus. Sitzbefestigungen sind sicherheitsrelevant und in einigen Ausstattungen sind Sensorik und Steckverbindungen des Rückhaltesystems am Sitz angebunden. Lassen Sie den Sitzausbau und den Wiedereinbau in einer Werkstatt machen. Lösen sich Sitzschraubverbindungen im Betrieb, hält der Sitz im Unfall nicht. Die Anzugsmomente sind vorgeschrieben und im Reparaturleitfaden nachzuschlagen.
Wenn die Abläufe frei sind und es trotzdem nass wird
Dann suchen Sie weiter – aber gezielt:
- Türdichtungen und Kantenschutz auf Risse, Verhärtung und lose Stellen prüfen. Sitzt die Dichtung nicht richtig, läuft Wasser innen statt in die Rinne.
- Verdeck geschlossen, dann von außen an den Ecken wässern und im Verdeckkasten mit der Taschenlampe kontrollieren.
- Heckscheibenrahmen und Heckentlüftung im Bereich der Rückwand prüfen.
- Auf Wasser aus der Klimaanlage achten: Ein verstopfter Kondensatablauf erzeugt ebenfalls nasse Fußmatten, aber nur bei Klimabetrieb und ohne Regen. Das lässt sich so gut unterscheiden.
Aufwand realistisch einschätzen
Windlauf und A-Säulen-Ablauf reinigen ist eine überschaubare Arbeit für einen halben Tag, wenn keine Clips brechen. Die Trichter im Verdeckkasten bedeuten Zerlegearbeit in einem Bereich mit Gurtstraffern – dieser Teil gehört in eine Werkstatt. Planen Sie Ersatzclips ein und arbeiten Sie am Kunststoff nur bei ausreichender Temperatur. Kalter Kunststoff bricht.
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Technische Fragen beantworten wir am Telefon: 0163 3439264. Wir haben die Teile selbst ausgebaut und wissen meist, wo es hakt.